Feuchte Zimmerecken, muffiger Geruch und hartnäckiger Schimmel gehören zu den größten Herausforderungen in Wohngebäuden. Wenn Sie Feuchtigkeitsprobleme dauerhaft lösen und gleichzeitig spürbar Heizenergie einsparen möchten, sind Klimaplatten eine der verlässlichsten Lösungen. Doch wie werden diese diffusionsoffenen Kalziumsilikatplatten fachgerecht montiert? In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie, wie Sie Klimaplatten richtig verarbeiten, warum Klimaplatten gegen Schimmel so wirksam sind und weshalb aufeinander abgestimmte Systemkomponenten von CaSi-Systems für ein dauerhaft gesundes Raumklima sorgen.

Was sind Klimaplatten und wie stoppen sie Schimmel?

Klimaplatten (Wohnklimaplatten aus Calciumsilikat) sind mineralische Dämmplatten aus Kalk, Quarzsand und Wasser. Sie verhindern Schimmelbildung durch eine doppelte Wirkungsweise: Ihr natürlicher, hoher pH-Wert von über 9 entzieht Schimmelpilzen die saure Lebensgrundlage, während ihre kapillaraktive Mikroporenstruktur Feuchtigkeitsspitzen aus der Raumluft aufsaugt und beim regelmäßigen Stoßlüften kontrolliert wieder abgibt.

Herkömmliche Dämmstoffe sperren Feuchtigkeit häufig ein. Klimaplatten gegen Schimmel setzen stattdessen auf bauphysikalische Atmungsaktivität. Sie erhöhen die Oberflächentemperatur der Innenwand spürbar, sodass der Taupunkt verschoben wird und sich kein Kondenswasser mehr absetzt. Feuchte Wände trocknen ab, bevor sich Sporen überhaupt ansiedeln können.

Benötigte Werkzeuge und Materialien

Für ein baubiologisch einwandfreies Ergebnis ist es entscheidend, in einem geschlossenen System zu arbeiten. Der Hersteller CaSi-Systems bietet hierfür alle Komponenten aus einer Hand:

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur fachgerechten Verarbeitung

Schritt 1: Untergrund gründlich vorbereiten

Entfernen Sie alte Tapeten, Leimfarben, Gipsreste und lose Putzteile lückenlos. Bereits vorhandenen Schimmel niemals trocken abbürsten, um die Sporenverbreitung in der Raumluft zu vermeiden; behandeln Sie die betroffenen Zonen vorab mit einem materialschonenden Schimmelentferner. Der Untergrund muss fest, trocken, staubfrei und saugfähig sein. Stark sandende oder ungleichmäßig saugende Wände werden vorab vollflächig mit der Silikat-Grundierung von CaSi-Systems grundiert.

Schritt 2: Zuschnitt der Platten

Messen Sie die Montageflächen exakt aus. Calciumsilikat lässt sich einfach mit einem klassischen Fuchsschwanz oder einer feinzahnigen Stichsäge zuschneiden. Passen Sie auch Aussparungen für Steckdosen oder Lichtschalter im Vorfeld sauber an.

Schritt 3: Kleber anrühren und vollflächig auftragen

Rühren Sie den Spezialkleber klumpenfrei mit Wasser an. Tragen Sie den Mörtel mit einer 8- bis 10-mm-Zahnkelle vollflächig auf die Wand oder direkt auf die Plattenrückseite auf. Wichtig: Wenden Sie niemals das Punkt-Wulst-Verfahren an. Es dürfen keine Hohlräume hinter den Platten verbleiben, da sich dort sonst unbemerkt Feuchtigkeit und Kondensat stauen können.

Schritt 4: Klimaplatten im Verband verkleben

Setzen Sie die erste Platte unten an der Wand an und schieben Sie sie mit leichtem Druck fest in das Klebebett ein. Richten Sie jede Platte sofort mit der Wasserwaage aus. Verlegen Sie die Platten stets im Verband mit mindestens 15 bis 20 cm Fugenversatz, um statische Kreuzfugen zu vermeiden. Stoßen Sie die Plattenkanten eng aneinander; in die Stoßfugen selbst gehört kein Kleber.

Schritt 5: Armierung einbetten und Finish auftragen

Tragen Sie nach dem Aushärten des Klebers eine 2 bis 3 mm dicke Schicht des Spachtelmörtels auf die Plattenfläche auf. Betten Sie das reißfeste Armierungsgewebe faltenfrei mit einer Überlappung von etwa 10 cm ein und ziehen Sie die Oberfläche glatt.

Nach der Durchtrocknung folgt der finale Anstrich. Nutzen Sie ausschließlich stark diffusionsoffene Silikat- oder Kalkfarben. Vermeiden Sie herkömmliche Dispersionsfarben, Latexfarben oder Vinyltapeten, da diese wie eine Dampfsperre wirken und die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften der Platten zunichtemachen würden.

Wichtige Praxistipps für den Langzeiterfolg

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